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Trank Andrea Palladio wirklich Spritz?

  • Autorenbild: Palladian Routes
    Palladian Routes
  • 4. Okt. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Jan.



Erfrischend und leicht zu trinken gilt der Spritz – oder wie wir ihn in Venetien nennen, der „Spriss“ – heute in Norditalien und weit darüber hinaus als König der Cocktails.


Mit seinem feinen Geschmack und seinem angenehm moderaten Alkoholgehalt passt er zu jeder Tageszeit: zum Essen, nach einem langen Arbeitstag oder an festlichen Abenden mit Freunden.





Doch woher kommt dieser prickelnde Aperitif?


Es gibt eine Geschichte über Venedig, die über die Jahrhunderte hinwegzieht wie ein feiner Duft aus Wein und Salzluft.

Der erste Faden führt in das Arsenal, das pulsierende Herz der Republik, wo Funken aus den Schmieden stoben und Galeeren aus Holz emporwuchsen wie Geschöpfe der Lagune.Im 16. Jahrhundert stand La Serenissima in voller Blüte: ein Staat aus Wasser und Willenskraft, der Inseln, Küsten und Handelsrouten mit einer Selbstverständlichkeit beherrschte, die beinahe elementar wirkte.


In diesem gewaltigen Bienenstock aus Arbeit erhielten die Schiffsbauer – Männer, gezeichnet von Holz, Seilen und Brackwasser – kleine Vorrechte als Anerkennung ihres Könnens.Eines davon, fast wie ein geheimes Ritual, bestand aus trockenen Keksen und einem Glas Wein, gemildert mit frischem Brunnenwasser.Eine einfache Geste, und doch mit einer stillen Eleganz:vielleicht die allererste Andeutung dessen, was wir heute Spritz nennen.

Man kann sich leicht vorstellen, wie Andrea Palladio im Schatten einer seiner entstehenden Villen innehielt, ein ähnliches blasses, verdünntes Glas in der Hand.Vielleicht ließ er die Kühle des Weins seine Gedanken schärfen – so wie ein Windhauch einem Landschaftsrand eine klarere Linie verleiht.

Doch wie immer birgt Venedig mehr als nur einen Ursprung.


Eine zweite Erzählung setzt einige Jahrhunderte später ein, unter habsburgischer Herrschaft, als österreichische Soldaten durch venezianische Tavernen streiften, auf der Suche nach vertrauten Genüssen.Die lokalen Weißweine waren kräftig, von Sonne durchdrungen – stärker, als sie es gewohnt waren.Also baten sie die Wirte, etwas Sprudelwasser hinzuzugeben, den Wein zu spritzen – spritzen, im österreichischen Sinn: versprühen.Ein kleiner Akt der Anpassung, beinahe zufällig, und doch bestimmt, ein eigenes Ritual zu werden.


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich der Sprissetto bereits fest verwurzelt.Die Cafés füllten sich mit dem Zischen der Siphons, die selbst den stillsten Weinen ein leises Prickeln verliehen.So entstand der Spritz aus diesem Zusammenspiel von Jahrhunderten und Kulturen:ein Getränk geboren aus Arbeitern und Soldaten, aus Brunnen und Schankstuben, aus Venedigs unerschütterlicher Neigung, Notwendigkeit in Vergnügen zu verwandeln.

Eine helle, einfache Alchemie – leicht im Glas, leicht in der Luft –und die Erinnerung daran, dass die dauerhaftesten Traditionen manchmal aus nichts weiter entstehen als aus einer geteilten Geste im Schatten.




Der Spritz ist nur einer der vielen Reflexe des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes, das die Palladianischen Länder der Schönheit belebt und durchdringt.

Wenn du wirklich eintreten möchtest, findest du unten den Abschnitt, der deine Erkundung weiterführt.



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Artikel aktualisiert im Jahr 2026

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